Zettelwirtschaft

Zettelwirtschaft01[Beitrag: JD] Ich bin ein sehr vergesslicher Mensch. Hätte ich den Geburtstag meiner Mutter nicht in meinem Smartphone gespeichert, würde ich wahrscheinlich sogar den vergessen. Deshalb muss ich mir alle wichtigen Dinge notieren. Für Menschen wie mich hat zum Glück ein Herr Arthur Fry im Jahre 1974 diese praktischen Klebezettel mit dem Namen Post-It erfunden. Seit ich die für mich entdeckt habe, hängen sie bei mir überall und erinnern mich an Dinge wie Filme, die ich unbedingt noch schauen muss, an Gitarrenlieder, die ich noch lernen will aber auch an Arzttermine oder universitäre sowie private Verpflichtungen. Für Dinge die ich auf gar keinen Fall vergessen darf, schreibe ich mir eine Erinnerung in den Kalender meines Smartphones.

So klebte ich auch während des Schreibens meiner Bachelorarbeit meinen Bildschirm mit Ideen, Terminen und To-dos zu. Dabei versteckten sich natürlich auch private Notizen dazwischen. Als ich dann zum wiederholten Mal meine Arbeit mit einer etwas größer angelegten Suchaktion beginnen musste, machte ich mir erstmals Gedanken über mein bisheriges Verwaltungssystem für Notizen und kam zu dem Schluss, dass dieses eher Arbeit verursacht als erleichtert.

Zunächst musste eine Trennung zwischen privatem und der Bachelorarbeit her. Um alle Notizen für die Bachelorarbeit zu bündeln, legte ich mir deshalb ein Notizheft an. Dieses wurde in mehrere Kategorien untergliedert, wie beispielsweise ‚bisherige Forschung‘, ‚Methoden‘ oder ‚Ausblick‘. Jedem dieser Themenbereiche ordnete ich eine Farbe zu, welche ich in Form von Klebezetteln auch zum Markieren der jeweiligen Kategorie in Büchern oder Papers nutzte. Diese Strukturierung erleichtert sowohl die Zuordnung als auch die Auffindbarkeit von Informationen. Außerdem weiß ich immer, wo ich neue Information einordnen muss.

Termine trage ich mittlerweile ausschließlich in den Kalender meines Smartphones ein. Lediglich für langfristige Aufgaben klebt noch ein einsamer Zettel auf meinem Schreibtisch. Ich sollte mal Country Roads auswendig lernen und Inception anschauen, dann bin ich die ganze Zettelwirtschaft endlich los. Vorerst.

PS: Hilfe bei der Strukturierung wird vom LernLABOR in Form der Lernberatung im Lernzentrum am Fasanenschlösschen angeboten: wöchentlich donnertags, 12.30-14.00 Uhr in der Lernbox im Lernzentrum (Geb. 30.28, Foyer, EG). Außerdem kann bei akuten Schwierigkeiten die Lernambulanz in der KIT-Bibliothek weiterhelfen: wöchentlich dienstags, 13.45 – 15.15 Uhr in der KIT-Bibliothek Campus Süd, 3. Stock Altbau. Für eine Vertiefung der Fertigkeiten zur Strukturierung können dort auch Seminare belegt werden: https://www.hoc.kit.edu/4046.php

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